Accenture Banking Blog

Ab Mittwoch trifft sich die Branche in Frankfurt, um auf der Handelsblatt Jahrestagung „Banken im Umbruch“ aktuelle Themen und Trends zu diskutieren. Auch ich werde vor Ort sein und die Chance für den Austausch untereinander nutzen. Aber lassen Sie uns heute nochmal einen Blick zurück werfen – wie lassen sich die vergangenen fünf Jahre für die Bankindustrie eigentlich am besten beschreiben? Dauerstress, der seinesgleichen sucht trifft es vermutlich. Viele Institute haben nach der Finanzkrise lange Zeit aufgeräumt, einige tun es noch immer. Hinzu kommt der digitale Wandel, auf den die meisten Banken mit umfangreichen Projekten reagiert haben. Doch wo stehen Banken heute damit? Nur wenige verdienen wirklich gutes Geld, oft fehlt noch immer eine echte Vision für das zukünftige Geschäft in einer immer digitaleren Welt – einer Realität mit neuen Spielern und ständig frischen Start-up-Ideen.

Profitable Nischen im Risiko

Zahlreiche Fintechs und Technologieunternehmen stehen auch in der Finanzindustrie davor, gezielt profitable Nischen zu besetzen – vom Zahlungsverkehr bis hin zur Kreditvergabe. Doch was können Banken tun, um weiterhin relevant für ihre Kunden zu bleiben und der sinkenden Loyalität entgegenzuwirken? Wie können Sie die Einfallstore für die neuen Spieler schließen? Die Entwicklung einer neuen App oder zusätzlicher Personal Finance-Werkzeuge und ein Ausbau der digitalen Kanäle allein wird jedenfalls nicht ausreichen. Gefragt ist der Blick auf das Ganze. Die Bank muss zu einem engen Wegbegleiter im Kundenalltag, zum Partner für alle Aspekte rund um die persönlichen Finanzen. Und mehr noch: Sie muss zum zentralen Gestalter im Ecosystem rund um den Kunden werden und damit ins Zentrum seines täglichen Lebens vorstoßen.

Kooperation versus Konfrontation

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Eigentlich sind Banken längst dort verankert, die meisten wissen es nur nicht. Mit der Sicht auf die täglichen Transaktionen haben Banken die beste Grundlage, um ihre Kunden samt ihrer Bedürfnisse zu verstehen. Sie schöpfen dieses Wissen mit Blick auf neue Geschäftsmodelle jedoch nicht aus. Dafür braucht es nicht zwingend immer den großen Wurf und für jeden Aspekt eigene Lösungen. Gerade in der Kooperation mit Fintech-Start-ups kann der wesentliche Wegbereiter für das eigene digitale Geschäftsmodell liegen. Ob Macht der neuen Banking-Spieler, Wege zu neuem Wachstum für die Branche oder eben die Rolle der Zusammenarbeit mit Fintechs – ich bin schon jetzt gespannt auf die Handelsblatt-Jahrestagung „Banken im Umbruch“ ab Mittwoch in Frankfurt. Wir werden hier sicherlich zahlreiche Impulse bekommen – auch von meinem Kollegen Nils Beier aus unserem Strategy Team, der sich in seinem Vortrag ganz konkret dem Banking 2020 widmen und greifbare Ansätze für die Branche formulieren wird.

Genau diese intensiven Diskussionen wie auf der Jahrestagung brauchen wir, um konkrete Initiativen zu entwickeln, die das Bankenwachstum der Zukunft befeuern. Ich freue mich auf zwei spannende Tage und regen Austausch. Sind Sie auch dabei?

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