Welche Rolle spielt Kollaboration heute zwischen Banken und FinTechs? Wird eine erfolgreiche Zusammenarbeit von etablierten Unternehmen und Startups wie FinTechs / RegTechs / InsurTechs zukünftig erfolgsentscheidend sein? Und was ist das Geheimrezept für eine gelungene Partnerschaft – wie können Projekte konkrete Ergebnisse erzielen?

All das und vieles mehr war Programm der FinTech Collaboration Safari hosted by Accenture Österreich, die ich Anfang Mai als Kick-off Veranstaltung der FinTech Week Vienna im Rahmen der ViennaUp eröffnet habe.

Ganz nach dem Motto „From Global to Local“ brachten wir mit der FinTech Collaboration Safari internationale Expertise aus unserem globalen Accenture Netzwerk auf den lokalen österreichischen Markt und präsentierten drei erfolgreiche Best-Practice Kooperationen von internationalen Unternehmen und aufstrebenden FinTech-Startups oder Scaleups. Genauer gesagt, wie diese weg von Innovationssuche, Piloten und Proof of Concepts hin zur konkreten Umsetzung und auch zu Cross-Company-Rollouts sowie Skalierung gebracht werden können. Jeder der drei Collaboration Cases zeigte einen anderen Geschäftsbereich und eine andere Seite der Skalierungs- und Innovationsstrategie, sowohl bei Finanzinstituten als auch bei Startups:

Das US-RegTech Quantexa und die Danske Bank (Video in Link) aus Dänemark starteten mit der Präsentation ihrer Zusammenarbeit im RegTech-Bereich. Dabei ging es konkret um Quantexas KI-basierte Technologie zur Unterstützung der Überwachung und Untersuchung im Geldwäschebekämpfungs-Bereich und wie die Danske Bank diese Technologie für sich nutzt.

Anschließend war die Umsetzung einer sicheren und innovativen Kundenkommunikationslösung für Banken das Thema. Das FinTech LeapXpert (Video) aus Hong Kong berichtete über die Journey via Accenture FinTech Innovation Lab in Hong Kong, die Skalierung durch Piloten mit Finanzinstituten in Asien, die erfolgreiche Umsetzung der Messaging Solution für eine Europäische Bank und über die Ausrollung der Lösung über das globale Bankennetzwerk.

Last but not least, erfuhren wir mehr über die Kollaboration des israelischen Startups Personetics und der italienischen Intesa Sanpaolo (Video) im Bereich Hyper-Personalisierung- und Customer Engagement sowie über die Vorteile eines Innovations-Ecosystems.

Diese Beispiele zeigen auch die vielfältigen Aktivitäten des globalen Accenture-Teams, das Lösungen für lokale Bedürfnisse anpasst und hier als Integrationspartner bei Partnerschaften zwischen großen Firmen wie Banken oder Versicherungen und Startups wirkt. Wir sind als Firma stark im New Tech & Startup Bereich vernetzt und wollten diese Erfahrungen auch auf den österreichischen Markt als Learning bringen. International hat Accenture ca 200.000 Startups im Scouting-Tracker, arbeitet mit mehr als 5000 Startups in Projekten zusammen, hat mehr als 30 Equity Investments in innovative Startups und lokale Agenturen und vielfältige Zusammenarbeit mit Accelerator Programmen & VCs, inklusive 3 Accenture FinTech Innovation Labs in London, Hong Kong und New York.

Bauteile einer erfolgreichen Partnerschaft – was die „Collaboration Safari“ gezeigt hat

Collaboration is Multiplication” – und das auch, COVID-19 bedingt, in virtuellen Projekt-Setups bei Corporate-Startup-Partnerschaften. Das Bilden von Ökosystemen und Innovationsscouting ist weiterhin sehr wichtig, um die eigene Marktposition einzuschätzen, Innovation zu tracken und sich weiterzuentwickeln. Das beinhaltet auch Buy- oder Build-Entscheidungen bei Innovationsüberlegungen.

Entscheidend ist jedoch der nächste Schritt. Und zwar konkrete Innovations-Projekte umsetzbar zu machen. Hierbei sind Startups oder Scaleup- Partnerschaften ein Baustein bzw. eine Möglichkeit für Unternehmen. Wichtig ist hierbei jedoch den passenden Fit zu finden, ein konkretes Geschäftsproblem zu lösen oder neue Geschäftsmodelle zu erarbeiten und vor allem die Integration strukturiert anzugehen.

Für eine erfolgreiche Umsetzung von Corporate-Startup-Partnerschaften muss zunächst eine klare Governance aufgestellt werden und eine passende Innovationskultur, mit klarem Support durch Senior Management und Mitarbeiter, geschaffen werden.

In einem nächsten Schritt werden Business Usecases definiert und das Thema auf der Innovations-Roadmap des Unternehmens verankert, inklusive Budget und relevanten KPIs. Essentiel ist auch eine genaue Ressourcenplanung für die End-to-End-Begleitung des Projektes.

Darüberhinaus ist es wichtig, von Beginn an, eine produktive Fehlerkultur beziehungsweise eine Offenheit für den Lernprozess auf beiden Seiten – sowohl beim Unternehmen als auch innerhalb des Startups – zu schaffen und diese auch aktiv zu leben. Wie uns die Collaboration Safari gezeigt hat, ist die Basis für eine erfolgreiche Kooperation die Nutzung gemeinsamer Synergien aber vor allem das gezielte Einsetzen der jeweiligen Stärken, um so einen nachhaltigen Mehrwert auf beiden Seiten zu schaffen.

Mein Fazit des Tages: Insgesamt steht die Branche vor einem signifikanten Wandel, den es gilt proaktiv anzugehen. Spannend bleibt, wie Technologie den Markt und Kollaborationen entscheidend verändern kann. So können beipielsweise Cloud und API Lösungen Partnerschaften vereinfachen und bieten zudem innovative Möglichkeiten für eine schnellere Umsetzung neuer Geschäftsmodelle.

What’s next?

Wie auch die FinTech Collaboration Safari gezeigt hat, liegt der Schlüssel zum Erfolg heute in einer innovationsfreudigen DNA. In diesem Zusammenhang präsentieren die Efma-Accenture Banking Innovation Awards als Katalysator für Innovationen im Bankenwesen die interessantesten und effektivsten Innovationen, die sich neue Technologien zunutze machen und so aktiv auf Veränderungen und Chancen im Bankwesen reagieren. Einreichungen sind noch bis zum 24.09.2021 möglich!

Interesse an mehr Informationen zur FinTech Collaboration Safari? Hier gehts zu den Videos der Veranstaltungen:

Welcome to the FinTech Collaboration Safari hosted by Accenture Austria

 Quantexa x Accenture x Danske Bank

LeapXpert x Accenture x Global Bank Rollout

 Personetics x Accenture x Intesa Sanpaolo